Wie lange hält ein angeschlossenes Bierfass?

Wie lange hält ein angeschlossenes Bierfass? Diese Frage stellt sich fast jeder Bierfreund.

Entscheidend ist zunächst das verwendete Druckmedium: nur komprimierte Luft, CO₂ oder beispielsweise BIOGON? Daneben spielen die konkrete Biersorte, Temperatur und Hygiene eine wichtige Rolle.

Als grobe Orientierung nennt der ursprüngliche Beitrag bei Druckluft zwei bis drei Tage, bevor die Qualität deutlich nachlässt. Unter geeigneten Bedingungen kann Bier mit CO₂ oder Mischgas wesentlich länger frisch bleiben, im Beitrag werden bis zu drei Wochen genannt. Solche Zeiträume sind keine Garantie; maßgeblich sind die Angaben der Brauerei und die tatsächlichen Lager- und Ausschankbedingungen.

Druckluft, CO₂ oder Mischgas?

Wird Bier mit einem Luftkompressor gedrückt, schmeckt es meist am ersten Tag am besten. Mit zunehmender Zeit leidet die Qualität. Über die Luft gelangen Sauerstoff sowie gegebenenfalls Mikroorganismen und Staubpartikel ins System. Für längere Ausschankzeiten kann deshalb eine Anlage mit Druckminderer und lebensmitteltauglichem Schankgas sinnvoll sein.

Verwendet werden beispielsweise CO₂ oder BIOGON, eine Mischung aus CO₂ und Stickstoff, etwa im Verhältnis 20:80 oder 50:50. Welche Mischung und welcher Druck passen, hängt vom Bier und der Anlage ab. Reines CO₂ kann bei ungeeignetem Druck mit der Zeit zu einer übermäßigen Karbonisierung führen. Stickstoff löst sich deutlich weniger im Bier und kann in einer geeigneten Mischung helfen, den gewünschten Zustand zu erhalten.

Welche Rolle spielt die Biersorte?

Jedes Bier hat ein angegebenes Mindesthaltbarkeitsdatum. Nach dem Anschließen kommt es zusätzlich darauf an, ob es filtriert und pasteurisiert ist oder ob es sich um unfiltriertes, nicht pasteurisiertes beziehungsweise hefetrübes Bier handelt. Solche „lebendigeren“ Biere, häufig aus kleineren Brauereien, können empfindlicher sein und schneller an Qualität verlieren.

Kühlung, Leitungen und Reinigung

Weitere wichtige Faktoren sind die Länge der Bierleitung zwischen Fass beziehungsweise Zapfkopf und Anlage, die Lagertemperatur sowie die Sauberkeit von Zapfhahn und Leitung. Die Leitung sollte nur so lang wie technisch nötig sein. Der ursprüngliche Beitrag nennt als Orientierungsbereich für die Lagerung 1 bis 10 °C; halten Sie sich vorrangig an die Vorgaben der jeweiligen Brauerei.

Sauberkeit ist unverzichtbar. Leitungen werden nach dem Gebrauch entsprechend der Geräteanleitung gespült und regelmäßig fachgerecht chemisch gereinigt. Eine reine Wasserspülung ersetzt die hygienische Reinigung nicht. Das notwendige Intervall richtet sich nach Herstellerangaben, Nutzung und hygienischen Bedingungen, nicht nach einer pauschalen Empfehlung von nur ein- bis zweimal jährlich.

Zusammenfassung

Für eine kurze ein- oder zweitägige Feier mit einer mobilen Zapfanlage und eingebautem Minikompressor kann Druckluft ausreichen, sofern das Bier ausreichend gekühlt und zügig verbraucht wird. Wer über längere Zeit zapfen möchte, sollte eine geeignete Schankgasversorgung samt passendem Druckminderer in Betracht ziehen. Gute Kühlung, das richtige Gas und saubere Technik helfen, die Qualität zu erhalten; eine feste Mindesthaltbarkeit nach dem Anschließen lässt sich daraus nicht für jedes Bier ableiten.

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