
Jeder Mensch hat andere Vorlieben, und jedem schmeckt ein anderes Bier. Hinter der Aussage „ein leckeres Bier“ steckt mehr als die Bewertung des Getränks allein. Auch der Gesamteindruck spielt mit: Wie gut hat es unsere Erwartungen erfüllt? Passte es zur Atmosphäre, zum Augenblick und zu unserer Stimmung? Deshalb entspricht unser persönliches Urteil nicht immer unmittelbar der objektiven Qualität eines Bieres.
Warum uns ein Bier schmeckt oder nicht, lässt sich also nicht ganz einfach beantworten. Die Frage hat viele Aspekte, darunter unsere Erwartungen und die Wahl eines bestimmten Stils oder einer Marke. Außerdem entfaltet sich der Geschmack mit der Zeit. Während das Getränk auf unsere Geschmackssinne wirkt, nehmen wir häufig zunächst malzige Eindrücke und später die Bittere wahr, die je nach Bier unter anderem von Hopfen oder dunklen Malzen stammen kann.
Zum Geschmackserlebnis gehört auch die Spritzigkeit. Damit spielt neben dem Geschmack der Tastsinn im Mund eine Rolle. Die Menge an Kohlensäure beeinflusst den Gesamteindruck und kann feine Bittertöne überlagern. Ebenso nehmen wir die Weichheit und die Fülle des Bieres wahr, jeweils in unterschiedlicher Stärke. Der Körper hilft etwa dabei, ein Premium-Lagerbier von einem leichteren Schankbier zu unterscheiden.
Fünf Grundgeschmacksrichtungen können in unterschiedlicher Intensität auftreten: süß, bitter, sauer sowie gelegentlich umami und salzig. Schärfe oder ein brennender Eindruck sind dagegen keine eigenständige Geschmacksrichtung. Sie beruhen eher auf einer Reizung durch bestimmte Stoffe, etwa Capsaicin.
Bier richtig servieren
- Lassen Sie das Bier nach dem Transport in Flasche oder Fass zunächst zur Ruhe kommen; der ursprüngliche Beitrag empfiehlt dafür mindestens einen Tag.
- Servieren Sie es frisch gezapft oder frisch eingeschenkt, nicht abgestanden.
- Kühlen Sie es auf eine zum jeweiligen Bierstil passende Temperatur.
- Verwenden Sie ein geeignetes, einwandfrei sauberes Glas, das nicht vereist ist.
