Ein dichter, cremiger Schaum mit genau der richtigen Menge an Bläschen regt den Appetit an und lädt zum Trinken ein. Schaum unterscheidet Bier von vielen anderen Getränken. In München nennt man ihn beim Weizenbier gern die Krone. Es gibt aber auch Bierstile, die traditionell mit deutlich weniger Schaum serviert werden, etwa manche englischen Ales.

Bierschaum ist nicht nur schön anzusehen. Gerade bei Lagerbieren mit aromatischen Hopfensorten trägt die Schaumkrone dazu bei, die Aromen zu halten und beim Trinken wahrnehmbar zu machen.
Ein höherer Alkoholgehalt kann die Schaumbildung beeinträchtigen. Bei starken Bieren mit mehr als 10 % Alkohol ist deshalb nicht unbedingt eine ausgeprägt dichte Schaumkrone zu erwarten. Verwendet der Brauer jedoch beispielsweise Hafer, wie beim belgischen Tripel Karmeliet, können schaumfördernde Bestandteile die Schaumbildung unterstützen.
Sowohl die Herstellung als auch die Art des Servierens beeinflussen den Schaum. Deshalb ist die Wahl des Bierglases wichtig. Hohe, schmale Gläser fördern die Ausbildung einer sichtbaren Schaumkrone, niedrige und breite Gläser wirken in dieser Hinsicht anders. Unzureichend gereinigte Gläser können dazu führen, dass der Schaum schnell zusammenfällt.
Die Vorstellung von idealem Bierschaum unterscheidet sich je nach Region und Bierkultur. In Mitteleuropa wird häufig eine hohe, dichte Krone erwartet. Besonders hohe Schaumkronen begegnen uns auch in Belgien, wo die jeweiligen Markengläser Form und Stabilität des Schaums gezielt unterstützen.
Bier richtig servieren
- Lassen Sie Flaschen oder Fässer nach dem Transport zunächst ruhen; der ursprüngliche Beitrag empfiehlt mindestens einen Tag.
- Servieren Sie Bier frisch gezapft oder frisch eingeschenkt, nicht abgestanden.
- Kühlen Sie es auf die zum Bierstil passende Temperatur.
- Wählen Sie ein geeignetes, vollkommen sauberes und nicht vereistes Glas.
