Welche Biere mögen wir – und welche nicht?
Wir lieben Bier! Aber nicht jedes. Es muss schmecken, Charakter haben, vollmundig und brotig sein. Man soll das Malz erkennen können – Gerste, Weizen, Roggen oder Hafer – und ebenso die Bitterstoffe des Hopfens. Und davon gibt es viele Sorten, nicht nur unsere tschechischen. Für tschechisches Bier halten wir allerdings gerade diese für besonders passend.
Deshalb konzentrieren wir uns auf tschechische Biere aus Brauereien, die für uns ehrlich und mit Liebe brauen, so wie es sein sollte. Internationale Großkonzerne stehen nicht im Mittelpunkt unserer Auswahl. Aus unserer persönlichen Sicht kommen bei ihnen der Charakter und die Idee des tschechischen Bieres zu kurz. Wir widmen uns lieber Brauereien mit tschechischen Eigentümern – und davon gibt es zum Glück viele. In weiteren Artikeln stellen wir sie Ihnen nach und nach vor.
Mit den im Original kritisierten internationalen Unternehmen sind jene Anbieter gemeint, deren Produkte damals in Super- und Hypermärkten für 7, 8 oder 9 Kč angeboten wurden, während Fassbier für Gastwirte deutlich teurer war. Der Autor empfand diese Preisunterschiede und die daraus resultierenden Ausschankpreise als unangemessen. Die genannten Preise sind historische Beispiele, kein heutiger Marktvergleich.
Asahi Breweries, Ltd. (Japan): Der damalige Beitrag nennt Pilsner Urquell, Velkopopovický Kozel und Radegast sowie weitere Marken wie Primus und Gambrinus. Der Kommentar des Autors dazu war enttäuscht und bewusst zugespitzt: „Darüber zu sprechen, ist verlorene Liebesmüh.“
Molson Coors Brewing Company (USA): Im ursprünglichen Überblick werden Staropramen und Ostravar sowie die Marke Braník genannt. Der Autor bedauert dabei besonders das Ende der früheren, für ihn schönen Prager Brauerei Braník: „Was soll man dazu noch sagen?“
Heineken (Niederlande): Für den Autor ist dies ein eigenes Kapitel. Er kritisiert die Schließung traditionsreicher Brauereien und verwendet dafür zugespitzt die Bezeichnung „Schließer schöner Brauereien“. Der historische Beitrag nennt Starobrno, Krušovice und Březňák sowie Marken stillgelegter Braustätten: Louny, Dačický und Lorec aus Kutná Hora, Hostan aus Znojmo, Krásné Březno in Ústí nad Labem und JP beziehungsweise Jarošov. Sein emotionales Fazit: „Da bleibt einem nur das Weinen.“
Und dann stellt sich für ihn noch die Frage, wohin die Gewinne aus dem Verkauf dieser „tschechischen Biere“ fließen …
Aleš
Persönlicher Meinungsbeitrag. Die Unternehmens- und Markenangaben beschreiben den Stand des historischen Ausgangstextes, nicht einen aktuell geprüften Eigentümerüberblick.
